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Endlich, nach wochenlanger Verzögerung erreicht uns folgende Pressemeldung:
"Meidlinger: FSG unterstützt berechtigte Forderungen der MitarbeiterInnen in Kindergärten"
Dank und immer wieder Dank! Es freut uns immer wieder, wenn kleine Gruppen und Plattformen den Gewerkschaftsgedanken ganz nach oben tragen können und auf rege Beteiligung im Endspurt zu hoffen wagen. Nachdem der große Vorsitzende der GdG sich nicht aufzwingen ließ, mit den KindergärtnerInnen am 17.10.2009 auf die Straße zu gehen, freut uns das gewonnene Engagement besonders.
Der Herr Bürgermeister hat uns also einen Brief geschrieben und sich für unsere Arbeit bedankt. Sehr nett! In dem Schreiben findet sich auch der Satz: "Wir haben Maßnahmen jedoch stets mit Personalvertretung und Gewerkschaft beraten und getroffen." - Da deckt sich das Erinnerungsvermögen nicht unbedingt mit jenem des Herrn Bürgermeisters!
Vielleicht können wir da nachhelfen... SAP wurde ohne der Zustimmung der Personalvertretung eingeführt, eine "Dienstbeurteilung neu" ebenso, Krankheit kann nach wie vor zu schlechterer MtarbeiterInnenbeurteilung führen und aus der jüngsten Vergangenheit fallen uns die ominösen Schreiben zu den Krankenstandstagen ein. Da wurde mit der Personalvertretung beraten? Und wenig hilfreich zeigt sich eine undifferenzierte BM-Aussagen, wie "Um es auf wienerisch zu sagen, Owezahrer sind nicht von unserer Seite schutzwürdig."
Am Samstag war Demo - und trotzdem sind so viele gekommen! Die "SOS Kindergarten - Aktion Aufschrei" war bis zum Samstag ein voller Erfolg. Ob es so weitergeht, wird die Zukunft zeigen. Schmerzlich vermisst haben wir die offiziellen VertreterInnen der GdG, aber die werden ja verhandeln...
Ein wenig mitmarschieren mit der Basis hätt' auch nicht geschadet und mit so einer Stimmung, mit so vielen Menschen im Rücken verhandelt es sich auch leichter. Schade, dass das von den Verantwortlichen in der GdG nicht so wahrgenommen wird.
"Ich bin das Opfer der schiefen Optik", sagt der Ex-Finanzminister KHG in der BUWOG-Affäre. Er wird sie ja mittlerweile gewöhnt sein, die schiefe Optik. So wie ein paar andere - die Strassers und Westenthalers, die ja alle Opfer sind - von Rache oder Politik. Und dieses Jammern über die ungerechte Justiz, die sie selbst oft genug zur Unterstützung bemühten. Es ist halt dann alles anders, wenn es einen selber trifft.
Rauskommen wird ja wahrscheinlich nichts... und uns bleibt die Ohnmacht - und die schiefe Optik.
Im Juni startete das überparteiliche und überfraktionelle "Personenkomitee Wiener Kindergärten" eine Kampagne "Für eine nachhaltige Besoldungsreform" und "Für spürbare Verbesserung der Arbeitsbedingungen". Erster Schritt war eine großangelegte Unterschriftenaktion. 3065 MitarbeiterInnen der MA 10 haben unterschrieben.
Am 25. September wurden diese Unterschriften dem zuständigen Stadtrat, Christian Oxonitsch, übergeben. Es handelt sich dabei um die größte Aktion, die jemals von Bediensteten der Stadt Wien zur Wahrnehmung ihrer beruflichen und wirtschaftlichen Interessen unternommen wurde.
Martina Petzl-Bastecky, Initiatorin des Personenkomitees und Personalvertreterin bei den Wiener Kindergärten: "Angesichts dieser enormen Beteiligung müssten bei den Verantwortlichen eigentlich alle Alarmglocken klingeln. Wir erwarten uns rasche Maßnahmen, die den KollegInnen eine vernünftige Perspektive für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit geben."
Die Personalsituation in den städtischen Kindergärten war schon in den letzten Jahren zunehmend prekär. Der begrüßenswerte, aber überhastet eingeführte "Gratiskindergarten" brachte das Fass dann zum Überlaufen, weil personelle und räumliche Ressourcen fehlen.
http://members.chello.at/wiener.kindergarten
Die KIV hat sich von ihren KandidatInnen und MandatarInnen der HG4 (Wiener Linien) getrennt. Das war eine schwere Entscheidung, nach jahrelangen vergeblichen Versuchen eine gemeinsame Linie zu finden aber unumgänglich. In Zeiten, wo vieles so beliebig ist und politisch rechte Positionen salonfähig werden, ist es doppelt wichtig, klare Signale zu setzen.
Die Stadt Wien ist ja kräftig zurückgerudert, was das Michael Jackson Tribute Konzert betrifft. Nach angekündigten 600.000 Euro Unterstützung, kann die Finanzstadträtin ja nur froh sein, dass so viele HalbPromis abgesagt haben und so ein handfester Grund vorlag, die Unterstützung aufzukündigen. Da geht dann dankenswerterweise auch die Frage unter, ob Michael Jackson ja wirklich so eine unterstützungswürdige Integrationsfigur gewesen ist...
Gut, die 600.000 Euro sind jetzt frei - setzen wir sie sozial ein - oder sind sie schon wieder versickert?